Kindergruppe „Bullerbü“ in Rastatt

Flüchtlingskinder aus Baden-Baden und Rastatt dürfen zwei mal im Monat nach Herzenslust zusammen spielen und basteln.

WaldtourDas Projekt war die Idee der Kinder- und Jugendtherapeutin Dr. Elke Rapp aus Rastatt. Sie entstand bei einem Frauentreffen, wo die Situation von Flüchtlingskindern hier erörtert wurde. Man war sich einig, dass Kindern zwischen 5 und 12 Jahren eine spielerische Beschäftigung ausserhalb ihrer Flüchtlingsunterkünfte gut täte.

Am Samstag, den 10 Dezember 2015 war es soweit. Die Rektorin der Augusta -Sibylle-Schule, Sylker Mauderer, in Rastatt hatte ihr Foyer und einige Klassenräume für die Bullerbü-Kinder geoeffnet, Sozialarbeiter waren informiert, 17 Kinder angemeldet, 10 freiwillige Helfer aus Rastatt hatten Frühstück, Mal- und Bastelmaterial organisiert. Aus Baden-Baden brachten Susanne Cronauer, Anneliese Grenke und Leska Kaufmann von Cora Baden-Baden e.V. 9 jesidische Kinder zu dem Treffen. Ein Sprachengewirr aus kurmandschi, arabisch, farsi, urdu, albanisch und Brocken von Deutsch störte die Kommunikation nur wenig. Man verstand sich über Gesten.

Im April 2016 ist die Gruppe von 17 auf über 40 enthusiastische Kinder angewachsen. Sie dürfen Musik machen, backen, Fußball spielen, malen und basteln. „Größer kann die Gruppe nicht werden“, meint Elke Rapp, denn die Organisation, Transport, Frühstücksvorbereitung, Materialien und Aufsicht erfordert den vollen Einsatz der Helfer. Inzwischen fahren 2 mal im Monat 3 vollbesetzte Wagen die Badener Kinder zu dem Treffen und zurück. In Rastatt müssen Helfer ihre Schützlinge inzwischen in zwei Fahrten zusammenholen. Für die jesidischen Kinder aus Baden-Baden gab es zwischendurch eine besondere Überraschung. Während der Osterferien wurden sie von vier bestens organisierten Freiwilligen der Polizei zu einer Wald- und Klettertour abgeholt. Ein Abenteuer, dass mit Picknick und kleinen Geschenken abgerundet wurde.

Chris Deschenes, Melanie Goehringer, die seit Beginn bei dem Bullerbü Projekt dabei sind, sowie Reiner Siegel und Heiko Fischer freuten sich über den Erfolg der Aktion, zu der ein mitgebrachter herumtollender Vierbeiner erheblich beitrug. Von ihnen war zu hören „Diese Kinder wachsen ans Herz und das macht geopferte Samstagvormittage mehr als wett“.

 Waldtour„Nach anfänglicher Scheu haben die Kinder Selbstvertrauen bekommen. Selbst die Ängstlichsten lächeln und bewegen sich inzwischen freier“, meint Leska Kaufmann von Cora Baden-Baden e.V. Die Helfer beobachten die Kinder aufmerksam und teilen ihre Eindrücke. Die Bemerkung „bei dem Kind stimmt etwas nicht“ fällt häufig, aber man ist auf Vermutungen angewiesen. So wird solchen Kindern besondere Aufmerksamkeit zuteil.

Die die nicht unerheblichen Kosten werden bisher durch Cora Baden-Baden e.V. abgefangen. „Dafür sind wir da“ meinten die Cora e.V. Vorsitzenden Anneliese Grenke und Susanne Cronauer, „ Kindern zu helfen, in diese für sie neue Gesellschaft hineinzuwachsen“.

Die Motivation der Rastatter Helfer ist ebenfalls hoch. „Es ist ein großer Aufwand alles zu richten“ meint Petra Bailer, „denn wir sind schon Stunden vorher mit Vorbereitungen beschäftigt. Aber jedes Mal, wenn die Kinder beschwingt wieder in die Autos steigen, verbreitet sich eine innere Freude über diese Begegnungen“. Die anderen Freiwilligen lächeln. „Wir bleiben dabei, das ist sicher“.

Das Projekt wird auch 2017 fortgesetzt.

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