• Die Kriminalstatistik meldete im Jahr 2024. 53.451 weibliche Opfer von Sexualdelikten (+2,1 %, 2023: 52.330). Knapp die Hälfte war zum Tatzeitpunkt minderjährig. Die meisten dieser Frauen und Mädchen wurden Opfer von sexueller Belästigung (36,4 %), Vergewaltigung, sexueller Nötigung und sexuellem Übergriff (insgesamt 35,7 %) sowie sexuellem Missbrauch (27,5 %).
  • Insgesamt wurden 16.354 Fälle bei Kindern sowie 1.191 Fälle bei Jugendlichen angezeigt.
  • Die Zahl 265.942 Opfer häuslicher Gewalt ist ein neuer Höchststand 2024. Damit ist knapp ein Viertel aller in der polizeilichen Kriminalstatistik erfassten Opfer der häuslichen Gewalt zuzuordnen. Die Opfer sind mit 70,4 Prozent überwiegend weiblich.
  • Zur häuslichen Gewalt zählt sowohl die Partnerschaftsgewalt als auch die Innerfamiliäre Gewalt, also Gewalthandlungen zwischen Eltern, Kindern, Geschwistern und anderen Angehörigen.
  • Es zeigt sich, dass zunehmend auch Männer und Jungen von Innerfamiliärer und Partnerschaftsgewalt betroffen sind. Im Jahr 2024 waren mit 78.814 Betroffenen fast 30 Prozent der Opfer häuslicher Gewalt männlich.
  • 18.224 Frauen und Mädchen wurden Opfer digitaler Gewalt, beispielsweise durch Cyberstalking oder Online-Bedrohungen. Mit einem Anstieg um 6,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr (2023: 17.193) ist die Zahl weiblicher Opfer im Bereich digitale Gewalt damit erneut gestiegen – der stärkste Anstieg in allen Fallgruppen.
  • 35% aller Frauen berichten, mindestens 1x im Leben sexuelle Übergriffe erlebt zu haben
  • Lebensbedrohliche Agriffe auf Frauen stiegen auf 938 Fälle im Jahr 2023. 360 davon endeten mit dem Tod der Frau. Fast jeden Tag erfolgt in Deutschland ein Femizid.
  • etwa 1/5 aller Erwachsenen berichten, in iher Kindheit schwerwiegender physischer und sexueller Gewalt ausgesetzt waren.
  • Jeden Tag erfahren über 700 Personen häusliche Gewalt. 70,5 Prozent der Opfer häuslicher Gewalt sind Frauen. Jeden zweiten Tag stirbt eine Frau durch Partnerschaftsgewalt“. Tendenz steigend.
  • Kindliche Zeugen und Opfer in den Familien tragen schwere Folgen davon
  • Jedes vierte Mädchen und jeder 12te Junge sind Betroffene sexueller Gewalt.
  • Im Jahr 2023 registrierten die Strafverfolgungsbehörden: 16 375 Kinder unter 14 Jahren wurden Opfer sexuellen Missbrauchs. Eine Steigerung um 5,5% Prozent gegenüber dem Vorjahr. Sexueller Missbrauch von Jugendlichen wurde mit 1200 Fällen angezeigt, ein Plus von 5,7%
  • Tatverdächtige waren mit 30 % Kinder und Jugendliche, 70% Erwachsene aus dem sozialen Umfeld.
  • Kinderpornographie im Internet und Sozialen Medien wurde 2023 mit 45.191 Fällen angegeben, ein Plus von 7,4 %. Tendenz steigend.

Quelle: BMI, BMBFSFJ und BKA